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LASIK Augenoperation

Dienstag, November 9th, 2010

Für Menschen, die hinsichtlich ihres Sehvermögens beeinträchtigt sind, jedoch nicht ihr Leben lang auf Sehhilfen angewiesen sein möchten, stellt eine Augenlaserbehandlung die Alternative dar. Es gibt verschiedene Verfahren, die eingeschränkte Sehkraft mit einem operativen Eingriff zu korrigieren, eines dieser Verfahren ist LASIK.

LASIK wird als Kürzel für „Laser In Situ Keratomileusis“ verwendet und ist die wohl am weitesten verbreitete Methode der Augenkorrektur. Eine LASIK Augenoperation kann bei Kurzsichtigkeit bis zu maximal 10 Dioptrien, bei Weitsichtigkeit bis etwa +4 Dioptrien und bei Stabsichtigkeit bis circa -4 Dioptrien zum Einsatz kommen sowie einer Hornhautdicke von ? 500 µm. Der Eingriff wird ambulant durchgeführt und dauert in der Regel nur wenige Minuten. Die Augen können an unterschiedlichen Tagen operiert werden, die Korrektur beider Augen kann aber auch in einer Sitzung erfolgen.

Die LASIK Augenoperation erfolgt im Innenteil der Hornhaut, nicht auf der schmerzempfindlicheren Oberfläche. Nach der Betäubung des Auges mit Hilfe von Augentropfen wird ein Präzisionsinstrument, das Mikrokeratom, dazu verwendet, eine Lamelle der Hornhaut einseitig zu lösen und zur Seite zu klappen. Anschließend wird mit dem Laser der unter der Lamelle liegende Teil der Hornhaut korrigiert, indem von dem Gewebe ein im Vorhinein exakt bestimmter Anteil abgetragen wird, d.h. es erfolgt das eigentliche Augen lasern. Nach der Laserbehandlung wird die Hautlamelle, auch Flap genannt, wieder zurückgeklappt und glattgestrichen. Das Gewebe verwächst innerhalb von ein bis zwei Tagen selbständig, Pflaster oder Verbände werden nach der LASIK Augenoperation nicht benötigt. Ein festes Verwachsen der Schnittfläche erfolgt jedoch erst nach mehreren Wochen oder Monaten.

Bei der LASIK-Methode handelt es sich um ein vergleichsweise schnelles und nahezu schmerzfreies Verfahren. Der Heilungsprozess nimmt relativ wenig Zeit in Anspruch und der Ansatz verspricht einen unmittelbar sichtbaren Erfolg der Augenkorrektur, trotzdem die stabile Sehschärfe erst nach vier bis sechs Wochen eintritt. Von Vorteil ist außerdem, dass der Patient bereits ein bis zwei Tage nach der LASIK Augenoperation wieder in den Berufsalltag zurückkehren kann.

Neben möglichen kurzfristigen Nebenwirkungen wie Lichtempfindlichkeit, leichtem Brennen oder Tränen der Augen besteht jedoch bei einer LASIK Augenoperation auch ein geringes Restrisiko. So können nach dem Eingriff Restsehfehler durch Über- oder Unterkorrektur auftreten, es kann zu vermehrter Blendung und der Wahrnehmung von Lichthöfen, zu Schwankungen der Sehleistung oder zu Entzündungen kommen. In äußerst seltenen Fällen kann das Reiben des Auges auch zur Verschiebung des Flaps führen, wodurch eine erneute Augenlaserung erforderlich wird.